Yuki Tanakas Installation Hybrid Landscapes

Yuki Tanakas neue Werkgruppe „Hybrid Landscapes“ setzt ihre Erkundung des Verhältnisses von digitaler Technologie und traditionellen künstlerischen Medien fort. Die Serie, die in ihrer kommenden Einzelausstellung bei Domus Picturae zu sehen sein wird, befragt unsere zunehmend komplexe Beziehung zur virtuellen wie zur materiellen Welt.

Tanakas Praxis zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, digitale und traditionelle Elemente nahtlos zu verbinden und Werke zu schaffen, die zugleich zeitgenössisch und zeitlos wirken. In „Hybrid Landscapes“ treibt sie diese Verbindung weiter und entwickelt Installationen, die auf die Anwesenheit der Betrachter reagieren und bildschirmbasierte mit physischen Elementen verknüpfen.

„Technologie ist nicht von unserer Erfahrung der Welt getrennt – sie ist in sie eingewoben“, erklärt Tanaka. „Meine Arbeit erkundet, was geschieht, wenn wir diese Verflechtung anerkennen und aufhören, Digitales und Physisches als getrennte Bereiche zu denken.“

Die Serie umfasst mehrere großformatige Installationen, die Projection Mapping, interaktive Sensoren und handgefertigte Elemente kombinieren. In „Memory Fragments“ werden digitale Projektionen fragmentierter Bilder auf eine skulpturale Oberfläche gemappt, die mit traditionellen japanischen Papierschöpftechniken hergestellt wurde. Die Projektionen reagieren auf die Bewegung der Betrachter und schaffen eine dynamische Beziehung zwischen Physischem und Virtuellem.

Eine weitere Installation, „Data Streams“, verbindet Echtzeit-Datenvisualisierung mit handgemalten Elementen und stellt einen Dialog zwischen algorithmischen Prozessen und menschlicher Geste her. Das Werk fragt, wie wir Information im Zeitalter des ständigen Datenflusses verstehen und wie traditionelle künstlerische Praktiken uns helfen können, diesen überwältigenden Strom zu verarbeiten.

Tanakas Arbeitsweise beruht auf enger Zusammenarbeit mit Technologen und Kunsthandwerkern. Für „Hybrid Landscapes“ arbeitete sie mit Softwareentwicklern an maßgeschneiderten interaktiven Systemen und zugleich mit traditionellen Papiermachern und Textilkünstlern an den physischen Elementen ihrer Installationen. „Ich bin weder Programmiererin noch traditionelle Handwerkerin – ich bin eine Künstlerin, die an der Schnittstelle dieser Felder arbeitet“, so Tanaka. „Das Werk entsteht aus dem Dialog zwischen verschiedenen Formen von Wissen und Können.“

Ein Bergsee

[1/5] Bergsee

Vogelperspektive auf grüne Berge

[2/5] Grasland von oben

Luftaufnahme von Meereswellen bei Tageslicht

[3/5] Wellen

Eine Bergkette mit Wasser im Vordergrund

[4/5] Bergstraße

Hügel in der Abenddämmerung

[5/5] Hügel in der Dämmerung

„Hybrid Landscapes“ eröffnet am 10. Mai 2025 und ist Tanakas erste Einzelausstellung bei Domus Picturae. Am 15. Mai nimmt sie an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kunst und Technologie in der zeitgenössischen Praxis“ teil. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Juli 2025 und wird von einem digitalen Katalog mit interaktiven Elementen begleitet, die das Ausstellungserlebnis über die Galerieräume hinaus erweitern.